Wreck Pr0n: Engineer Guy

Der amerikanische Professor Bill Hammack lässt es uns genau wissen:

Woraus besteht der Haus­müll, wie funk­tioniert ein Foto­kopierer, warum brennen Streich­hölzer? Den Ant­worten nähert er sich auf sehr unortho­doxe und humor­volle Weise, hinter­lässt dabei jedoch meist Chaos und Zer­stö­rung. Seine Filme und Radio­shows sind mehr­fach mit Wissen­schafts- und Journalis­mus­preisen aus­ge­zeichnet.

Beachtens­wert auch, dass er bei seinen Verwüstungs­orgien meist auf Kids, don’t try this at home! verzichtet*. Offen­sicht­lich geht er davon aus, dass sich nur vernunft­begabte Menschen seine Sendungen an­sehen. Das wird nur so lange klappen, bis irgend­ein Depp seinen Foto­kopierer mit Hammer und Säge zerlegt und darauf­hin eine Klage anstrengt…

Wreck Pr0n: Fort Jefferson

Wikimedia Commons: Fort Jefferson at the Dry Tortugas, U.S. National Park ServiceIch habe ein Faible für Mikro-Nationen: Leben auf autarken Bohr­inseln, umge­bauten Tankern (ja, wie in Water­world, nur auf­geräumter) oder kleinen, sturm­umtosten Felsen in the middle of nowhere.

Fort Jefferson im Dry-Tortugas-National­park wäre so ein Kandi­dat: Am aller­äußersten Zipfel der Florida Keys gelegen, gilt dieser National­park als ein­samster und seltenst besuchter Park der USA. Auf einer der sieben Insel­chen wurde Mitte des 19. Jahr­hunderts diese Festung er­richtet, um die südliche Küsten­linie zu sichern. Aufgrund tech­nischer, klima­tischer und finan­zieller Unzuläng­lichkeiten diente sie aber eher als Gefäng­nis, Quarantäne­station, Vogel­reservat und schließ­lich Touristen­attraktion.

In Anbetracht steigender Meeres­spiegel wäre aller­dings ein Koloni­sation sowieso nur kurz­fristig.

Wreck Pr0n: Abandoned Theaters

(C) Julia Solis, www.abandonedtheaters.comEinen herrlich morbiden Charme verströmen die Fotos von Julia Solis. Über Jahre hinweg hat sie unter anderem verfallene Säle, Kinos und Theater aufgespürt und nun die Aufnahmen in der Serie Stages of Decay veröffentlicht.

Egal, ob verspielt elegant, klinisch kalt oder sachlich modern: Kein Saal konnte Gnade finden vor dem Zerfall, waren die Menschen erst verschwunden. Manchmal reicht vermeintlich nur ein Fingerschnippsen, und die Klappsessel senken sich quietschend, der Vorhang gleitet raschelnd auf, dunkel wird’s und Bernardo krächzt “Wer da?”.

Ein Vorgeschmack auf das, was im Zuge klammer Kassen allen unseren Kulturstätten droht? Ich werde mal wieder ins Theater gehen…

Wreck Pr0n: Biosphäre 2

biosphere2_noah_sheldon.pngDie Biosphäre 2, ein 200-Millionen-Dollar-Projekt des Milliardärs Ed Bass, sollte in den 1990er Jahren Aufschluss darüber geben, wie Menschen innerhalb eines in sich geschlossenen Systems (über-)leben können.

Zunächst forschten acht Missionsteilnehmer für zwei Jahre in der hochtechnisierten Anlage. Eine zweite Mission stand unter einem schlechten Stern und wurde vorzeitig nach nur sechs Monaten abgebrochen. Danach gaben sich die Eigentümer Space Biosphere Ventures, die New Yorker Columbia Universität sowie die Universität von Arizona die Klinke in die Hand.

Der Fotograf Noah Sheldon hat sechzehn Jahre nach Ende der zweiten Mission den verwilderten Zustand dokumentiert.

Mit einem Dewey wäre das nicht passiert…

Wreck Pr0n: Las Vegas Neon Graveyard

Im Jahr 1933 installierte die Young Electric Sign Company in Las Vegas die erste Leuchtreklame. Seitdem versuchen die Casinos und Hotels, durch immer ausgefallenere Lichtinstallationen die Aufmerksamkeit der Zocker und Touristen zu ergattern.

Viator: Golden Nugget Schild im Boneyard (Flickr)Die schönsten und berühmtesten Neon-Schilder, die den diversen Metamorphosen im Laufe der Zeit zum Opfer fielen, landeten auf dem Boneyard. Auf diesem 1,2 ha großen Stück Wüste lagern derzeit etwa 150 Preziosen und verwittern vor sich hin.

Viator (pic) hat bei Flickr ein Album mit wunderschönen Aufnahmen dieser Schätzchen eingestellt.

Der Nachschub an alten Neon-Leuchtreklamen ist ungebrochen, da die LED-Technik auch in Las Vegas großflächig Einzug hält.

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