Lesetipp: enorm-Magazin

enorm-magazin.pngLetztes Wochen­ende beim Zeitungs­händler (aller­dings nicht meines Ver­trauens… der ging im Mai pleite):

Neben der samstäg­lichen Aachener Tages­zeitung lag ein Magazin, das mich durch seinen Unter­titel neugierig machte.

enorm - Wirtschaft für den Menschen nennt es sich, erscheint viertel­jährlich, kostet 7,50 Euro und setzt sich durch­aus kritisch mit aktuellen Wirtschafts- und Sozial­themen ausein­ander. Ich bin noch nicht ganz durch, werde aber wohl ins Abo einsteigen.

Bevor wer fragt: Nein, dies ist kein bezahlter Artikel! Die Magazin-Beiträge sind auf­schluss­reich (siehe meinen Artikel hier), engagiert geschrieben und verdienen ein bisschen zusätz­liche Aufmerk­samkeit.

Dann können sie sich vielleicht demnächst auch bessere Werbe­partner aussuchen…

Kalingeling

Wikimedia Commons: Antique Cash RegisterIch dachte mir, ich dürfte auch mal Wer­bung in eigener Sache machen…

Vor kurzem veröffent­lichte ich auf DrWeb.de einen Artikel zum Thema Spenden­konzepte im Netz. Das Leser­echo war uner­wartet ver­halten. Offen­sicht­lich lockt das Thema nur wenige web­affine Zeit­genossen hinterm Ofen hervor. Dabei finde ich es äußerst interessant, sich über die diversen Konzepte und Projekte zur Mone­tarisierung digi­taler Inhalte Gedanken zu machen.

Was also liegt näher, als sich blog­mäßig inten­siver damit zu beschäf­tigen: Kalingeling ward geboren!

Ideen, Erfahrungs­berichte und Projekte rund um Flattr, SellYourRights und viele andere Mög­lich­keiten des - ähem - anstren­gungs­losen Wohl­stands 2.0.

Ich freue mich auf Eure Anregungen und Kommentare.

Nachrichten mit Niveau

Wikimedia Commons: All's well that inks well, Chris WightmanMitte Juni 2009 erlaubte sich die israelische Tages­zeitung Haaretz ein spannendes Experiment: Für einen Tag übernahmen bekannte israelische Autoren und Dichter die Bericht­erstattung. Die Journalisten hatten frei.

Abgesehen von lyrischen Berichten über Börse und Wetter schrieben sie bewegende Geschichten beispiels­weise über drogen­kranke Kinder im Rehabilitations­zentrum oder den Alltag von Krebs­patienten im Kranken­haus.

Für Autoren wie Journalisten war es eine lehrreiche, wenn auch einmalige Erfahrung. Aufwand und Nutzen waren schlicht unverhältnis­mäßig; die Quadratur des Qualitäts­journalismus-Kreises eben.

Zum Vergleich:

Das Salisbury Journal steigerte seinen Bekanntheits­grad viral. Vier Sätze über eine verletzte Hunde­schnauze lockten Dank der Leser­kommentare im Netz Hundert­tausende auf ihre Seiten.

2009… war was?

Wikimedia Commons: Hypnose, SchneiderDie Initiative Nachrichtenaufklärung kürt seit 1997 jährlich die Top-10 der letztjährigen Meldungen, die trotz ihrer Bedeutsamkeit kaum bis gar nicht von den Massenmedien aufgegriffen wurden.

Die Liste der Top-Themen 2009 wurde dieser Tage bekannt gegeben: Pflegenotstand in Krankenhäusern, rechtswidrige Anwendung von Polizeigewalt und mangelhafte Deklarierung von Jodzusatz in Lebensmitteln sind nur drei Punkte dieser bedeutsamen Liste.

Dass naturgegeben nicht alle diese Themen jeden interessieren, ist klar. Wer mehr erfahren möchte, dem sei Der Blinde Fleck empfohlen, der Blog der Initiative.

Seit nunmehr dreizehn Jahren bringt die Initiative gemiedene Themen ans Licht… ohne flächendeckende Beachtung. Aber wer sollte auch darüber berichten?

In der Kürze liegt die Würze

Wikimedia Commons: BassetGenau einhundert Worte pro Beitrag genügen dem Anspruch auf Alleinstellung. Dachte ich. Mittlerweile konnte ich jedoch einige interessante Projekte entdecken, die sich auf ähnliche Weise kasteien:

Seit Anfang 2008 berichten die 100WorteReporter über die wichtigsten Neuigkeiten in der Welt. Täglich erscheint ein Beitrag mit je einhundert Worten. Nicht erschöpfend informativ, aber bemerkenswert!

Ein sehr junges Projekt ist das TenWordWiki. Die Zielgruppe: Hyperaktive Kurzzeitinteressierte. Der Anspruch: Ein Thema in nur zehn Worten zu erklären. Humor schlägt Relevanz!

Und genau so alt wie spannend: SixWordStories. Sechs Worte genügen für’s Kopfkino getreu Hemmingways For sale: baby shoes, never used.

Also doch kein Einzelkämpfer! ;-)


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