Toys from trash

Drau­ßen regnet’s. Bind­fä­den. Die Kid­dies quen­geln. Boah. Ist. Das. Laaaang­weilig! Doch Ret­tung naht:

Das Team um Dr. Vidula Mhais­kar (ver­mut­lich) hat sich zur Auf­gabe gemacht, mit einem Mini­­mum an Auf­wand und Kos­ten ein Maxi­­mum an lehr­reicher Unter­haltung zu produzieren:

Bei­nahe alles, was sonst acht­los im Müll lan­det, wird für ein­fa­che physi­ka­lische Ex­peri­mente oder auch nur sim­ples Spiel­zeug ver­wer­tet. Mein Favo­rit auf den ers­ten Blick: Die ein­fache Stroh­halm-Drehpumpe. Fast alle Ex­peri­mente wer­den mit Bastel­anlei­tungen ver­sehen, viele auch mit Bewegt­bild auf dem eige­nen Youtube-Kanal.

Einige Videos und alle Unter­titel sind in eng­lisch. Sehr hilf­reich, falls Euer Hindi der­zeit etwas ein­ge­rostet sein sollte… ;-)

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Unwichtige Meldungen vom Tage

Navelbrush News... srsly!

eige­nes Werk (CC-BY-NC-SA 3.0)

Der Pos­til­lon ver­öf­fent­licht lus­tige, sar­kastische, sehr oft um die Ecke gedachte Schlag­zeilen. Da meine Kommen­tare dort jedoch ent­weder im Spam-Ordner lan­den oder durch meine schrot­tige Firefox-NoScript-Kon­figura­tion gar nicht erst ab­geschickt wer­den, schreibe ich meine eige­nen Ideen ein­fach hier hin. Wofür blogge ich schließ­lich selbst?!?

 

# Sicher ist sicher: Kondom-Gummi jetzt mit Weichmachern. #

# Dioxin-Mangel: Sondermüll-Entsorger mel­det Insol­venz an. #

# Zu viele Kalo­rien: Die Pille macht dick! #

# Mager­sucht ohne Brech­zwang: Trag­bare Fettabscheider #

# Auf Zack: Schrei­ner setzt sich auf seine Säge. #

# “Rechts hal­ten”: Natio­na­lis­ti­sches Navi lei­tet im Kreis. #

# Senio­ren­tel­ler: Hör­ge­rä­te­bat­te­rien sind giftig! #

# Mob­bing: Büro­hengst in die Wala­chei geschickt. #

Viel­leicht erstelle ich dafür auch eine Extra­seite… ;-)

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Blog-Karneval: Krise

(Re)Evolution - Der Kongress bloggt

© ZEITGEISTXL

Poli­ti­kos, krumm von Wuchs und klein von Geist, ein fet­ter Säu­fer ohne Sinn für Geld und An­stand, diente sich er­neut dem gei­len Bock Prospe­ritos als Bett­ge­selle an. In kla­ren Augen­blicken (eher sel­ten also) fragte er sich, warum der Ehren­mann Prospe­ritos ihn, Poli­ti­kos, sei­nen Leib­eigenen vorzog.

Pros­pe­ri­tos lag ent­laden und ent­spannt neben ihm. Da wagte er, ihn das aber­mals zu fra­gen. Prospe­ritos fuhr zor­nig auf, schimpfte ihn einen Schlapp­schwanz, einen Jammerlappen.

Plötz­lich, die Tür flog kra­chend auf, stürmte wütend der Sklave Pro­le­teus auf sie zu. Prospe­ritos ent­schwand leichtfüßig.

Poli­ti­kos, zu fett und zu bene­belt, schaffte kei­nen Schritt. Er schied dahin. Ahnungslos.

Ein Bei­trag für den Blog-Karneval des
1. KÖLNER BLOGGER — KONGRESSES
11. — 13. Februar 2011
Die poli­ti­sche Blo­go­sphäre trifft auf Kri­sen­re­ak­ti­ons­kunst
Ein LIVE — Expe­ri­ment in Wor­ten, Bil­dern, Instal­la­tio­nen, Musik und Diskussionen.

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Theater-Kostprobe

Theater Aachen

Wiki­me­dia: User:Martin_Möller (CC-BY-SA 2.0)

Durch Zufall bin ich auf ein Leckerli des Aache­ner Thea­ters auf­merk­sam ge­wor­den. Vor der Pre­miere eines neuen Stü­ckes ver­an­staltet das Pro­duktions­team eine so­genannte Kost­probe. Interes­sierte Zu­schauer kön­nen erste Ein­drücke er­haschen vom Stück und sei­nem Werde­gang, vom Bühnen­bild und dem Team. Sie kön­nen dis­kutieren, Fra­gen stel­len und ihre Ein­drücke beschreiben.

Es ist zwar bis­wei­len noch etwas im­pro­visiert, doch da es sich eigent­lich um eine öf­fent­liche Probe und kosten­lose Bei­gabe des Theater­betriebs han­delt, darf man keine per­fekte Ins­zenie­rung er­warten. Es genügt alle­mal, um das Stück auf Ge­fallen hin zu überprüfen.

Ein schö­nes Bei­spiel für Theater­marketing, das lei­der viel zu wenig ver­marktet wird.

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Federbriefe

Federbrief, Schweden, 1774

© Ber­ry­hill and Stur­geon, Ltd., berryhillsturgeon.com

Zu den sehr, sehr vie­len Din­gen, die über die mo­derne, digi­tale Kommu­nikation in Ver­gessen­heit gera­ten sind, gehö­ren die zauber­haften Feder­briefe aus dem Schwe­den des 18. Jahr­hunderts, genannt Fjäder­brev.

Sollte seiner­zeit ein drin­gen­der Brief bevor­zugte Beför­derung er­fahren, so wurde er nicht nur banal mit Wachs ver­siegelt. In das Siegel­wachs schmolz der Ab­sender zu­sätz­lich ein oder meh­rere Federn mit ein, um die Dring­lich­­keit zu verdeut­lichen. Der Bote wusste also, wann es ange­raten war, sein Pferd nicht zu schonen.

Viel­leicht könnte sich ja mit der Ein­füh­rung eines FTPs (“Feder-Transport-Protokoll”) die aktu­elle De­batte um Netz­neutra­lität mehr in Rich­tung Netz-Ästhetik statt Gewinn­opti­mierung und Kom­merz ori­en­tie­ren? ;-)

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Kontemplation I

Zwei Brötchen

Wiki­me­dia: User:Garitzko (PD)

Neu­lich war ich Bröt­chen kau­fen. Laa­ange Schlange, un­freund­liche Fach­verkäu­ferin, über­teuerte Schwamm­semmeln… ent­sprechend pis­sig trat ich wie­der auf die Straße. Na toll: ‘ne Poli­tesse schrieb gerade ein Knöllchen.

Ich hin zu ihr, etwas unbe­herrscht: “Hören Sie, ich war nur eben beim Bäcker!”.

Sie, etwas schnip­pisch: “Sie ste­hen hier im ab­soluten Halte­verbot. Ihr Pech!”

Ich, jetzt ent­fes­selt: “Boah, olle Zippe! Meinste nicht, dass Du wo­anders noch lukra­tiver an­schaf­fen gehen könn­test als beim Ordnungsamt?”

Sie schnapp­atmete noch was von “Frech­heit” und “Anzeige, die sich ge­waschen hat”. Dann zog sie wut­schnau­bend ab. Ich schaute ihr hinterher.

War mir egal. Ich habe gar kein Auto…

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Vorsätzlich

Feuerwerk

Wiki­me­dia: User:Man-ucommons (PD)

Zack, da ist das Jahr schon wie­der vor­bei. Ein Jahr, das zwei­fels­frei zu den üble­ren mei­nes Lebens gehört. Oder wie es Frank-Markus Bar­wasser die­ser Tage so tref­fend als Erwin Pel­zig in Neues aus der Anstalt aus­drückte: “Ein Jahres­rück­blick ist wie ein Besuch in der Klär­anlage!”. Stimmt diesjährig!

Also spare ich mir das be­sinn­liche Herum­stochern im Scheiß­haufen 2010 und kon­zen­triere mich auf das, was kom­men sollte.

Die Bauch­nabel­bürste ist in letz­ter Zeit doch arg zum Motz­blog ver­kommen. Ich möchte hier zu­künf­tig wie­der etwas kon­struk­tiver und krea­tiver wer­den. Mehr Viel­falt, mehr Fan­tasie, kurz: wie­der mehr Unterhaltung.

Und viel­leicht auch mal Neues ausprobieren…

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Wreck Pr0n: Lori Nix — The City

Lori Nix, "Beauty Shop"

© Lori Nix, www.lorinix.net

Lori Nix gestal­tet Dio­ra­men einer zerstör­ten Welt; ver­wüstete, zer­fallene und leicht mor­bide Still­leben auf etwa 50x60 cm². Nach zwei bis fünf­zehn Mona­ten akri­bischer Bastel­arbeit foto­grafiert sie ihre Werke mit einer Groß­format­kamera bei stim­mungs­dien­licher Ausleuchtung.

Es ist, als ob eine Kata­stro­phe alles Leben mit einem Schlag von der Erd­ober­fläche gefegt hätte. Diese Bil­der könn­ten ebenso gut End­zeit­filmen wie Quiet Earth, The Omega Man oder 28 Days Later… ent­stammen. Lori lässt dabei ganz bewusst offen, was es war, das die Men­schen so ein­drucks­voll hat ver­schwin­den lassen.

Es erin­nert ein wenig an den eher unter­kühlt-wissen­schaft­lichen Ansatz von Alan Weis­man: The World Wit­hout Us.

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Bewerbung als Internetminister

Buntes Ministerium für Internet

eige­nes Werk (CC-BY-NC-SA 3.0)

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich den Online­medien ent­neh­men kön­nen, dass der neue Pos­ten eines Internet­ministers zu beset­zen ist. Die­ser soll sich zu­künf­tig vor­rangig um den Daten­schutz und die Per­sön­lich­keits­rechte der Bür­ger im Inter­net kümmern.

Zwar bin ich bezüg­lich tech­nischer Grund­lagen und netz­­politischer Fra­gen kein Fach­mann, doch man­gelnde Fach­kom­petenz stellt in Ihren Minis­terien ja bekannt­lich keine Ein­stel­lungs­hürde dar.

Ich bin lob­by­frei, nicht bestech­lich (unter­halb acht­stelliger Be­träge) und würde das Thema Medien­kompetenz deutsch­land­weit als Pflicht­fach an allen Schu­len ein­führen. Die genann­ten Pro­bleme wür­den sich damit mittel­fristig von alleine erledigen.

Über die Ein­la­dung zu einem Gespräch würde ich mich freuen.

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Brot und Spiele

Grundriss Circus Maximus, Samuel Platner, 1911

Wiki­me­dia: User:Joris (PD)

Irgend­ein Depp lässt sich öffent­lich mit sei­nen Schwing­stelzen vom Auto über­fahren. Die Nation steht Kopf, sei es aus Mit­gefühl oder weil die­ser Darwin-Award-Aspirant einem den hart ver­dien­ten Wohl­fühl­samstag­abend kaputt gemacht hat. Eben noch fun­zelt bei Bier und Chips der Frontal­lappen im Energie­spar­modus und plötz­lich — zack — Sendungs­abbruch, Adre­nalin­flutung, Schockzustand.

Omni­prä­sente Qua­li­täts­me­dien leis­ten Erste Hilfe, um quä­lende Un­gewiss­heiten zu beru­hi­gen: Er lebt, und Wet­ten, dass… wird fort­gesetzt. Puuuh!

Liebe Leute: Wenn er wet­tet, dass er’s kann, dann ist sein Risiko, dass er’s nicht schafft.

Ein ande­rer Mensch hatte an die­sem Wochen­ende weni­ger Glück. Aber des­sen Unfall war halt nicht live.

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