Gutes Personal ist so schwer zu bekommen

Dt. Fotothek: Waage, Walther Hermann Ryff, 1547

Dt. Foto­thek: Waage (Wiki­me­dia, gemeinfrei)

“Und des­we­gen willst du in den Himmel?”

“Ich… ich bin der Papst! Ich meine: Ich war es! Pon­ti­fex Maxi­mus! Stell­ver­tre­ter Iesu Christi!”. Er schreit es fast.

“Das sag­test du bereits. Dass ihr Popen immer so pene­trant auf eurem Titel her­um­rei­ten müsst.” St. Michael hält ihm ein Gestänge vor die Augen. “Du weißt, was das ist?”

“Die See­len­waage…” flüs­tert der tote Papst.

“Genau! Unbe­stech­lich, ehr­lich und gerecht! Im Gegen­satz zu euch Halun­ken! Ein paar letzte Worte?”

Der Papst wird bleich. “Ich…”

Eine don­nernde Stimme lässt beide zusammenzucken.

“MICHAEL!!! Ver­dammt noch mal! Hat­ten wir das nicht geklärt? Unsere Außen­dienst­ler haben freien Eintritt!”

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Kamingeplauder, Folge 1 von x

Ein Test­bal­lon, aus dem viel­leicht auch eine Podcast-Serie wer­den könnte: Quer­ge­dank­li­ches, Abson­der­ba­res und fast bei­nahe immer am Puls des Gesche­hens. Das alles in zwang­lo­ser Atmo­sphäre bei Kamin­feuer und Tee.

Falls es jeman­den inter­es­siert: Die Sound­schnipp­sel sind von TheF­ree­sound­Pro­ject und extra3, auf­ge­nom­men ist es mit einem sim­plen Head­set und bear­bei­tet habe ich das Ganze mit Auda­city Por­ta­ble. Und ja: Meine Stimme ist nicht wirk­lich podcast-geeignet. Ich habe ver­geb­lich mit Stim­men­ver­frem­dern her­um­ge­spielt. Das war fast alles Mist. Immer­hin müsst Ihr mich nicht sehen. ;-)

Bei der Gele­gen­heit habe ich mich übri­gens gleich bei Sound­cloud angemeldet.

Ich bin gespannt, wie es bei Euch ankommt.

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Alte Meister: Bild und Ton

Die alt­ehr­wür­dige Yale Uni­ver­si­tät hat im Rah­men ihrer neu for­mu­lier­ten Open-Access-Policy die Archive geöff­net: In einem ers­ten Schritt hat sie Bil­der von über 250.000 Wer­ken der Kunst, Natur­ge­schichte, Archäo­lo­gie, Bio­lo­gie und vie­len wei­te­ren Berei­chen lizenz­frei online gestellt. Die Bedie­nung ist noch sub­op­ti­mal, und die Bil­der könn­ten höher auf­ge­löst sein. Aber ein viel­ver­spre­chen­der Anfang ist gemacht.

Und wer nicht sehen will, muss hören: Die Library of Con­gress hat mit ihrer Natio­nal Juke­box alle ein­ge­la­ger­ten his­to­ri­schen Auf­nah­men online ver­füg­bar gemacht. Frü­heste Auf­nahme: Die Japa­ne­rin Kin’nosuke singt um 1900 ein Toki­wazu, knis­ternd beglei­tet auf einem Shami­sen.

Das Inter­net… es ist vol­ler Sterne! Wunderbar!

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Der Bauchnabelbürste ihr zweiter Geburtstach!

Flickr: Birthday boy (demandaj)

Flickr: User “deman­daj” (CC-BY-NC-SA 2.0)

Und — zack! — schon wie­der ein Jahr vor­bei. Die Zeit rennt, wenn man Spaß hat.

Eine bedeu­tende Ände­rung stand an: Der Wech­sel von Habari zu Word­Press als tra­gende Blog­soft­ware. Ein Schritt, den ich bis­her nicht bereut habe. Stark nega­tiv auf­ge­fal­len ist mir die unge­heure Zunahme an Kom­men­tar­spam. Meine Güte! In den zwei Mona­ten WordPress-Betrieb sind mehr als 300 blöd­sin­nige Kom­men­tare hier auf­ge­schla­gen. Vor­her waren es ins­ge­samt nicht ein­mal zehn. Ich ver­mute, dass wohl spe­zi­ell WordPress-Blogs unter Beschuss lie­gen. Glück­li­cher­weise unter­stützt mich das geniale WP-Plugin Antis­pam Bee.

Die Top-5 der Einjahres-Google-Suchtreffer waren übrigens:

  1. Betei­geuze
  2. Weih­nachts­plätz­chen
  3. Ompha­lo­pho­bie
  4. Warn­schild
  5. Zinn­sol­dat

Wei­ter geht’s…

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Ein Tag im Zoo

ZOOM Erlebniswelt

© ZOOM Erleb­nis­welt, Gelsenkirchen

Ges­tern waren wir im Zoo Gel­sen­kir­chen. Vor län­ge­rer Zeit schon hat uns eine Repor­tage über deren Zoo-Umgestaltung sehr neu­gie­rig gemacht.

Uns erwar­tete ein schlüs­si­ges Ambi­ente mit gefühlt art­ge­rech­ter Hal­tung der Tiere. Ein kurz­wei­li­ges, wenn auch anstren­gen­des Ver­gnü­gen. Ok, der Ein­tritts­preis ist hap­pig. Aber so oft machen wir das ja nicht.

Einige Hin­weise:

  • Rabatt: ADAC-Karte nicht ver­ges­sen. Oder (meine Emp­feh­lung) die Dau­er­karte eines der NRW-Partner-Zoos.
  • Am Tro­pen­pa­ra­dies gibt’s einen kos­ten­freien P&R-Parkplatz.
  • Selbst­ver­sor­gung ist erlaubt (Preise für Essen und Trin­ken sind aber moderat).
  • Mein Tour­vor­schlag: AsienAfrika, Alaska.
  • Die Teil­nahme an Erleb­nis­pro­gram­men ist aller­dings Glücksspiel.

Falls ihr mal in der Gegend seid…

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14. Mai ist Weltfischbrötchentag

Fischbrötchen

Wiki­me­dia: User:Usien (CC-BY-SA 3.0)

Leichte Schwer­mut ergreift mich. Heute ist Welt­fisch­bröt­chen­tag! Was mich als Muschel­schub­ser an meine Wur­zeln erin­nert. Nor­dish by Nature, und so…

Frü­her, also vor gefühlt zehn­tau­send Jah­ren, wur­den wir öfter nach durch­fei­er­ten Sams­ta­gnäch­ten aus diver­sen Dis­sen gefegt. Sodann schwan­gen wir uns in unsere Kar­ren und kachel­ten nach Ham­burg auf den Fisch­markt, um mit Käff­chen, Kippe und Chin­a­spieß auffe Hand den Mor­gen zu begrü­ßen. Hach!

Letz­tes Jahr auf Hei­mat­ur­laub konnte ich zumin­dest meine Erin­ne­rung an den Chin­a­spieß auf­fri­schen. Offen­sicht­lich ver­wen­den die immer noch das glei­che, leckere Würzsalz.

Na klasse, jetzt hab’ ich Jun­ker! Und fisch­tech­nisch gese­hen ist das hier sowas von Schwellenland…

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Vertrauensvorschuss

"Le avventure di Pinocchio, storia di un burattino", Carlo Collodi, Bemporad & figlio, Firenze 1902

Wiki­me­dia: Carlo Col­lodi (PD)

Das Pro­blem der Bericht­er­stat­tung um den Pakistan-Einsatz der Ame­ri­ka­ner? Egal, was sie sagen, es klingt alles schon im Ansatz nach Lug und Trug. Andert­halb Fak­ten kann ich denen durch­ge­hen las­sen: Sie haben in Pakis­tan ihr Feu­er­werk ver­an­stal­tet, und even­tu­ell ist Osama tat­säch­lich tot.

Hät­ten die Ame­ri­ka­ner einen guten Leu­mund, hät­ten sie sich in den Jah­ren zuvor um Auf­rich­tig­keit, Men­schen­rechte und inter­na­tio­nal sozi­al­ver­träg­li­ches Mit­ein­an­der ver­dient gemacht, ich würde ihnen diese und andere Geschich­ten wohl glau­ben, die sie die­ser Tage auf­ti­schen. Die­ser Ver­trau­ens­vor­schuss ist jedoch fak­tisch aufgebraucht.

Ent­spre­chend sind alle Dis­kus­sio­nen über den Ablauf die­ses Hand­streichs obso­let und allen­falls von phi­lo­so­phi­scher Natur.

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Dünnes Zivilisationsdeckchen

Bodysuit

Wiki­me­dia: User:Safedom (CC-BY-SA 3.0)

Napozy und Ber­lus­sini wol­len die euro­päi­sche Rei­se­frei­zü­gig­keit ein­schrän­ken, um afri­ka­ni­sche Flücht­linge vom gelob­ten Land fern­zu­hal­ten. Dabei wol­len die haupt­säch­lich der bit­te­ren Armut ent­flie­hen, in die sie von neo­li­be­ra­len Inves­to­ren und Frei­han­dels­an­be­tern der ers­ten Welt getrie­ben wur­den (dem inter­es­sier­ten Leser sei hier­mit die Doku Dritte Welt im Aus­ver­kauf von arte sehr ans Herz gelegt).

In Deutsch­land reden viele (dar­un­ter erschre­cken­der­weise sehr oft eben keine bil­dungs­fer­nen) Men­schen Brand­stif­ter Sar­ra­zin nach dem Schand­maul. Zuviele Migran­ten, zuviele Kopf­tü­cher, zuviele Schma­rot­zer. Das wird man ja wohl noch sagen dür­fen. Das ist schließ­lich Deutsch­land hier!

Denkt jeder an sich, ist letzt­lich an alle gedacht.

Zum Kot­zen!

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Aachen — Hamburg: 25,50 Euro

Zugunglück am Gare Montparnasse, Paris, Frankreich, 1895.

Wiki­me­dia: Stu­dio Lévy and Sons, 1895 (PD)

Möchte ein Bus­un­ter­neh­men in Deutsch­land eine natio­nale Fern­ver­kehrs­li­nie ein­rich­ten, so muss es zunächst gem. §13 PBefG der zustän­di­gen Geneh­mi­gungs­be­hörde glaub­haft ver­mit­teln, dass diese Bus­li­nie ein ent­spre­chen­des Ange­bot der Deut­schen Bahn auf die­ser Stre­cke wesent­lich ver­bes­sern würde (als ob das so schwie­rig wäre). Das gilt seit 1961, wobei die­ser Para­graph schon 1931 der Reichs­bahn gute Dienste geleis­tet hat.

Das junge Star­tup DeinBus.de nutzt eine Geset­zes­lü­cke, indem es kei­nen regu­lä­ren Lini­en­dienst, son­dern eine preis­lich äußerst attrak­tive Rei­se­bus­mit­fahr­zen­trale anbie­tet. Die Bahn wollte gericht­lich dage­gen vor­ge­hen und hatte das Nach­se­hen: Der Dienst ist zulässig.

2012 soll dann ver­mut­lich das Fern­rei­se­mo­no­pol der Bahn end­gül­tig kippen.

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PROUT: Kooperative “City-Service-Aachen”

Porter's Trolly

Flickr: Dave Hams­ter (CC-BY 2.0)

Seit 2007 patroul­lie­ren 1-Euro-Jobber als City-Service-Mitarbeiter (Motto: “Sicher­heit, Ord­nung, Sau­ber­keit”) durch die Aache­ner Stra­ßen. Aller­dings Dank des von-der-Leyen’schen Sozi­al­kahl­schlags jetzt nicht mehr. Poli­tik, Sozi­al­dienste und Bür­ger sind über­ra­schen­der­weise ent­setzt.

Die Wei­ter­füh­rung unter städ­ti­scher Regie ist keine zukunfts­si­chere Lösung. Dabei würde jeder Prou­tist jetzt lange Zähne bekommen:

Ein paar Men­schen könn­ten sich fin­den, die den City-Service in Form einer Genos­sen­schaft selbst­be­stimmt und eigen­ver­ant­wort­lich wei­ter­füh­ren, Ver­träge mit Ein­zel­händ­lern, Hote­liers und der Stadt abschlie­ßen und das Ange­bot erweitern:

  • städ­ti­sche Ord­nungs– und Informationsdienste
  • Bus­be­glei­tung
  • all­ge­meine Hilfs­leis­tun­gen (Han­del, Gas­tro­no­mie, Tourismus)
  • Gepäckträger-, Boten– und Fahrdienste

Der Bedarf ist offen­sicht­lich da und groß, die Vision schein­bar weniger.

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