Fünf Jahre. Fünf lange Jahre.
Oh, wie ich es liebe, den Regen am Fenster abfließen zu sehen. Seinen beschwörenden Mäandern mit Augen und Fingern zu folgen. Sein unstetes Schlagen am Glas zu hören. Seine schrägen Schlieren am Horizont zu beobachten, wenn sich doch einmal die Sonne Bahn bricht durch die satten Wolken.
Regen bedeutet Leben. Kein Regen bedeutet Tod.
Seit fünf Jahren in Folge hat uns der Gott des Regens seine Gnade geschenkt.
Ich schleiche leise zur Kammer meiner Jüngsten und schaue vorsichtig hinein.
Sie schläft ruhig. Ihr wurde ein weiteres Jahr gewährt.
Regen bedeutet Leben. Kein Regen bedeutet Tod.
(Ein kleines Geschichtelein, dass ich im Zuge einer Schreibübung zum Thema “Regenzeit” verfasst habe.)









