Die in der Beschneidungsdebatte geforderte Elternaufklärung ist ja wohl kaum mehr als ein Feigenblatt. Welche religiös belasteten Eltern wären denn anstandslos bereit, ihre Jungen durch Unterlassung oder Vertagung dem Schoß der Gemeinschaft vorzuenthalten? Es steht schließlich geschrieben, die anderen machen es doch auch und immer schon, und was wird die Gemeinde denn sonst denken?
Wie liefe so ein Zwangs-Beratungsgespräch ab? Der Arzt spricht ernst, die Eltern nicken pflichtschuldigst in den richtigen Momenten, gehen nach Hause und machen den Beschneidungstermin klar.
Da könnte man auch gleich den Papst ins Gebet nehmen, er möge sich das mit dem Zölibat doch nochmal überlegen.
Übrigens: #wirsindalicologne. Dass das mal klar ist: Eine Diskussion darf in der Sache gerne hart geführt werden; für schwach sozialisierte Typen, die Morddrohungen gegen Menschen mit abweichenden Meinungen aussprechen, habe ich kein Verständnis!





