
Wikimedia: Chris Wightman (CC-BY 2.0)
Mitte Juni 2009 erlaubte sich die israelische Tageszeitung Haaretz ein spannendes Experiment: Für einen Tag übernahmen bekannte israelische Autoren und Dichter die Berichterstattung. Die Journalisten hatten frei.
Abgesehen von lyrischen Berichten über Börse und Wetter schrieben sie bewegende Geschichten beispielsweise über drogenkranke Kinder im Rehabilitationszentrum oder den Alltag von Krebspatienten im Krankenhaus.
Für Autoren wie Journalisten war es eine lehrreiche, wenn auch einmalige Erfahrung. Aufwand und Nutzen waren schlicht unverhältnismäßig; die Quadratur des Qualitätsjournalismus-Kreises eben.
Zum Vergleich:
Das Salisbury Journal steigerte seinen Bekanntheitsgrad viral. Vier Sätze über eine verletzte Hundeschnauze lockten Dank der Leserkommentare im Netz Hunderttausende auf ihre Seiten.


