Lisbeth

“Der Bus hat wie­der Ver­spä­tung,” denkt Lis­beth. Sie schaut abwe­send auf den Bord­stein, ihre Gedan­ken sind bei ihrer klei­nen Toch­ter. Sie kann es kaum erwar­ten, Rosa­lie wie­der in den Arm zu neh­men und ihr durch das strub­be­lige Haar zu fahren…

“Lis­beth?”

Sie schreckt auf und blickt in das freund­li­che Gesicht einer jun­gen Frau.

“Ich fahre nach Hause,” sagt sie. “Zu mei­ner Tochter!”

“Ich weiß, Lis­beth. Wol­len Sie nicht im war­men Foyer auf den Bus war­ten? Einen lecke­ren Kaf­fee gibt es auch.”

“Ja, das wäre schön!”

Lis­beth erhebt sich lang­sam. Ihr fah­ri­ger Blick über­sieht den lee­ren Haltestellenplan.

“Ich heiße übri­gens Lisbeth.”

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