Das Jahr ist rum

Feuerwerk

flickr: Wien­nat (CC-BY-SA 2.0)

Kurz war’s, das Jahr 2014. Hier im Blog ist bis auf wenige Bei­träge tat­säch­lich nicht viel pas­siert. Untä­tig war ich des­we­gen aber nicht, denn seit Sep­tem­ber blogge ich an ande­rer Stelle inten­siv über meine poli­ti­sche Arbeit in den Schul­aus­schüs­sen in Stadt und Städ­te­Re­gion Aachen.

Das und die ent­spannte Auf­trags­lage las­sen mich die­sen Blog fast sträf­lich ver­nach­läs­si­gen. Aber ver­za­get nicht: Ich habe noch einige ange­fan­gene Bei­träge im Köcher, die fer­tig­zu­stel­len ich ein­fach nur mal die Zeit fin­den muss.

Ich wün­sche allen Lesern der Bauch­na­bel­bürste ent­spannte Feier– oder Ver­schnauf­tage (je nach Dogma) und einen geschmei­di­gen Ein­stieg ins neue Jahr.

Wir lesen uns!

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Stell Dir vor, wir landen auf einem Kometen, und keiner kriegt’s mit.

Comet 67P on 22 August 2014 NavCam

ESA/Rosetta/NAVCAM
CC BY-SA IGO 3.0

Wirt­schaft und Poli­tik for­dern laut­stark eine umfas­sende MINT-Förderung (Neu­sprech für Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaft und Tech­nik). Schon im Kin­der­gar­ten will man die lie­ben Klei­nen an diese The­men her­an­füh­ren, um so dem Unter­gang unse­rer auf­ge­klär­ten Zivi­li­sa­tion entgegenzutreten.

Heute, nach einer zehn­jäh­ri­gen Reise von mehr als 6,5 Mil­li­ar­den Kilo­me­tern Stre­cke lan­det die Sonde “Philae” in mehr als 500 Mil­lio­nen Kilo­me­tern Ent­fer­nung auf einem fast 19 km/s schnel­len, weni­ger als 50 km³ gro­ßen Quietscheentchen.

Die öffentlich-rechtlichen Fern­seh­sen­der ver­fol­gen die Vor­gänge… live im Spar­ten­sen­der 3sat (2009: 1,1% Markt­an­teil) und ver­steckt im HR-Fernsehen.

Mögen Euch beim nächs­ten ARD-Brennpunkt “Schnee im Win­ter” die Lip­pen am Mikro festfrieren!

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Tortenshow 2014: Im Auftrag des Herrn unterwegs

Hei­kes Werk ;-) (CC-BY-SA-NC)

Hei­kes Werk ;-) (CC-BY-SA-NC)

Nach dem Erfolg von 2012 und einer Schaf­fens­pause schien ein Wett­be­werbs­thema der dies­jäh­ri­gen Tor­ten­show in Ham­burg wie geschaf­fen für eine Teil­nahme: Berühmte Filme. Da sollte sich doch etwas draus machen lassen…

Im Ver­gleich zu vor zwei Jah­ren schien uns in die­sem Jahr die Qua­li­tät der Schau­stü­cke leicht gerin­ger. Und auch die Besu­cher­ströme waren eher über­schau­bar. Ver­mut­lich ist das der höhe­ren Anzahl an Wett­be­wer­ben geschul­det, die mitt­ler­weile all­über­all statt­fin­den. Schade eigent­lich, denn Orga­ni­sa­tion und Ange­bot der Tor­ten­show sind wirk­lich einwandfrei.

Nichts­des­to­trotz waren auch die­ses Mal wie­der schwer beein­dru­ckende Tor­ten am Start. Und ein Erfolg für die Blues Bro­thers war es obendrein.

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Krebspflaster

Der UN-Sicherheitsrat hat beschlos­sen, dass die Staa­ten IS-Terroristen nicht mehr ins Aus­land rei­sen lassen.

Was einer­seits eine Legi­ti­ma­tion der anstei­gen­den Über­wa­chung der Bevöl­ke­rung bedeutet.

Ande­rer­seits wenig ver­wun­der­lich: All­über­all in den Medien nur Berichte dar­über, wie grau­sam und wider­lich die IS-Barbaren wüten. Kein Wort über Land­raub, Müll­ver­klap­pung, Finan­zie­rung und mili­tä­ri­sche Ver­sor­gung von Des­po­ten und deren kor­rup­ten Macht­ap­pa­ra­ten, sys­te­ma­ti­sche Zer­stö­rung ein­hei­mi­scher Märkte und die ande­ren über Jahr­zehnte abge­wi­ckel­ten Erste-Welt-Sauereien in Afrika, die viele ver­zwei­felte Men­schen in die Arme radi­ka­ler Het­zer getrie­ben haben.

Flücht­linge nicht rein– und Ter­ro­ris­ten nicht raus­las­sen… der Rest: Wei­ter so!

Ja, das hilft bestimmt gegen den Ter­ror fun­da­men­ta­lis­ti­scher Spinner.

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Gut Ding will Weile haben

Wikimedia: User:GiW (CC-BY 2.0)

Wiki­me­dia: User:GiW (CC-BY 2.0)

Die Umstel­lung mei­nes Arbeits­rech­ners von Win­dows XP ist bei­nahe abge­schlos­sen. Von jetzt an wer­kelt Win­dows 7 unter der Haube, obwohl ich mir eigent­lich vor­ge­nom­men hatte, zukünf­tig auf Linux zu set­zen. Warum jetzt doch nicht?

Bestimmte Soft­ware, die ich ein­setze, läuft nicht unter Linux. Eine vir­tu­elle Windows-Maschine wäre zwar eine Lösung gewe­sen, aber…

Auf mei­nem Lap­top hatte ich Linux Mint, was mir gute Dienste leis­tete, bis mir ein Distributions-Upgrade das Sys­tem him­melte. DAS kann ich auf mei­nem Arbeits­rech­ner defi­ni­tiv nicht riskieren.

Win­dows 7 ist weder opti­mal noch sicher, aber sta­bil. Ich ver­su­che es dann nach des­sen Support-Ende noch­mal mit Man­jaro Linux.

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Ziemlich beste Springer

Wikimedia: Fir0002/Flagstaffotos (CC-BY-NC 3.0)

Wiki­me­dia: Fir0002/Flagstaffotos (CC-BY-NC 3.0)

Sollte sich ein mecha­nisch gepimp­ter Leis­tungs­sport­ler offi­zi­ell (also inklu­sive mög­li­cher Rekor­d­re­fe­renz) mit sei­nen natur­be­las­se­nen Kon­tra­hen­ten mes­sen dürfen?

Wel­che Mecha­nik dürfte wel­chen Behin­de­rungs­grad aus­glei­chen? Wel­ches Mate­rial in wel­cher Aus­for­mung könnte man erlau­ben? Würde die Zulas­sung eini­ger weni­ger behin­der­ter Sport­ler die rest­li­chen ambi­tio­nier­ten Paralym­pio­ni­ken ohne Zugang zur Unver­sehr­ten­liga zu Behin­der­ten zwei­ter Klasse machen?

Woran sollte sich eine Zulas­sung ori­en­tie­ren? An Gewich­ten, Zei­ten und Wei­ten der Rekord­in­ha­ber? Oder will­kür­lich dar­un­ter, so dass Rei­be­reien mit den dann “unter­le­ge­nen” Nicht-Behinderten vor­pro­gram­miert wären?

Die aktu­elle Ent­schei­dung des DLV halte ich ange­sichts vie­ler offe­ner Fra­gen für gerechtfertigt.

Gleich­wohl muss die Dis­kus­sion über Inklu­sion im Leis­tungs­sport för­der­lich weitergehen.

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Da wächst zusammen…

Wikimedia: User:Carschten (CC-BY-SA 3.0)

Wiki­me­dia: User:Carschten (CC-BY-SA 3.0)

Ein gelun­ge­ner Coup für den Nachrichten-Monopolisten in unse­rer Region: Der stell­ver­tre­tende Chef­re­dak­teur des Zei­tungs­ver­lags Aachen wird ab Novem­ber neuer Pres­se­spre­cher der Stadt Aachen… auf Wunsch des Ober­bür­ger­meis­ters und ohne Ausschreibung.

Der Zei­tungs­ver­lag arbei­tet in Sachen Aache­ner Poli­tik und Ver­wal­tung eh schon wenig dis­tan­ziert. Ent­schei­dun­gen aus nicht-öffentlichen Rats­sit­zun­gen liest man immer wie­der in den anschlie­ßen­den Zei­tungs­aus­ga­ben, meist ohne offi­zi­elle Pres­se­mel­dung der Stadt.

Wäh­rend jedoch Kri­tik an die­sem frag­wür­di­gen Wech­sel im Jubel­tau­mel von Stadt und Zei­tungs­ver­lag unter­geht, wei­den sich die Jour­na­lis­ten daran, dass die Aache­ner Pira­ten sich bei ver­gleich­bar “frei­zü­gi­gen” Beset­zungs­mo­da­li­tä­ten die Köpfe einschlagen.

Wir brau­chen mehr denn je einen kri­ti­schen Bürgerjournalismus.

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Welchen Wert hat Merkels Privatsphäre?

16 Tons

eige­nes Werk (CC-BY-NC-SA 3.0)

Nach sei­nem ori­en­tie­rungs­lo­sen Her­um­la­vie­ren lässt sich Gene­ral­bun­des­an­walt Range nun doch herab, gegen die NSA ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten. Es geht dabei jedoch kei­nes­wegs um die mas­sen­hafte Aus­spä­hung aller Bun­des­bür­ger, son­dern ein­zig um die Über­wa­chung von Mer­kels Mobiltelefon.

Damit ist wie­der ein­mal geklärt, dass unsere Pri­vat­sphäre nur einen Bruch­teil der unse­rer Gott­kanz­le­rin wert ist.

In Zah­len des freien Mark­tes™ aus­ge­drückt: Nach dem Facebook-WhatsApp-Deal beträgt der Wert per­sön­li­cher sozia­ler Ver­trau­lich­keit etwa 42 US-Dollar (31 Euro). Bei viel­leicht 50 Mil­lio­nen abge­hör­ten Bun­des­bür­gern ergäbe sich für Mer­kels Tele­fo­nate somit ein stol­zer Gegen­wert von ca. 1,55 Mil­li­ar­den Euro.

Immer schön, wenn man seine Prio­ri­tä­ten klar hat.

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Piratenfraktion in Aachen

Logo Piratenpartei

Pira­ten­par­tei Deutsch­land (CC-BY-SA 2.0)

Es ist voll­bracht: Die Pira­ten zie­hen mit drei Sit­zen als Frak­tion in den Aache­ner Stadt­rat ein!

Die Benach­tei­li­gun­gen, die der pira­tige Ein­zel­kämp­fer bis­her im täg­li­chen Poli­tik­be­trieb zu erdul­den hatte, sind Geschichte. Hoffentlich.

Klei­ner Wer­muts­trop­fen: Ins­ge­samt drei Sitze im neu besetz­ten Stadt­rat gehen an Rechts­ex­treme und Rechts­po­pu­lis­ten. Ich würde gerne sagen, dass eine starke, funk­tio­nie­rende Demo­kra­tie das abkön­nen muss. Es ist aber eher so, dass in einer sol­chen Demo­kra­tie diese Mit­sch­na­cker man­gels Wahl­stim­men eigent­lich keine Chance auf Man­date haben sollten.

Wer früh­zei­tig Poli­tik mit und für die Bür­ger macht, muss nicht nach­her gegen rechte Auf­wieg­ler auf die Straße gehen.

Her­aus­for­de­rung angenommen.

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“Mein Karl 2014″ geht zu Ende

500 Karlchen (CC-BY 3.0)

500 Karl­chen
(eig. Foto, CC-BY 3.0)

Nach nur zwei Wochen ist es wie­der vor­bei mit der Kunst auf dem Katschhof:

Der Künst­ler Ott­mar Hörl ließ anläss­lich des Karls­jah­res in Aachen knapp 500 kleine Karls aus rotem und gol­de­nem Kunst­stoff antre­ten, in Reih und Glied und doch jeder ein wenig aus der Reihe tanzend.

Die Instal­la­tion war ori­gi­nell und für das karls­ver­ses­sene Pro­vinz­nest Aachen erfri­schend kon­tro­vers. Ich bedaure, dass die Instal­la­tion unse­rer Gott­kanz­le­rin weicht, die am kom­men­den Mitt­woch dort­selbst ihren Wahlkampf-Sermon zum Bes­ten geben wird.

Und ich ärgere mich über die Stadt­ver­wal­tung, die sich stän­dig als Gön­ner auf­spielt, ohne einen Cent für die Aktion aus­ge­ge­ben zu haben.

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