Nachtrag: Datensammelwutthefuck?!?

Open Clipart Library (PD)

Open Clip­art Library (PD)

DHL recht­fer­tigt sich gerade bei mir mit der Begrün­dung, die Adress­da­ten schüt­zen vor einen Zah­len­dre­her bei der Ein­gabe der Sen­dungs­num­mer. Das kann man schon so machen, aber dann ist es halt Kacke!

Kom­for­ta­bel und im Sinne eines ordent­li­chen Daten­schut­zes las­sen sich Zah­len­dre­her durch Prüf­sum­men ver­mei­den, was all­ge­mein bei ISBN– und EAN-Nummern rei­bungs­los funk­tio­niert. DHL ver­wen­det sel­ber intern ein aus­ge­klü­gel­tes Zif­fern– und Prüf­sum­men­sys­tem, um Lie­fe­run­gen feh­ler­frei vom Sen­der über die Ver­teil­zen­tren zum Emp­fän­ger zu lei­ten (die soge­nann­ten Leit­codes).

Warum das jetzt auf ein­mal beim Kun­den nicht mehr funt­kio­nie­ren soll, erschließt sich mir nicht.

Wie gesagt: Die Deut­sche Post ist ein Adress­händ­ler.

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Datensammelwutthefuck?!

"Allegorie des Triumphes der Venus" (Detail), Angelo Bronzino

Wiki­me­dia: Natio­nal Gal­lery, Lon­don (PD)

Mein Paket kam frü­her an als erwar­tet, nur war ich lei­der aus­häu­sig. Statt die Sen­dung beim Nach­barn abzu­ge­ben, lässt mich der Paket­büd­del per Benach­rich­ti­gungs­schein wis­sen: Lei­der bla­fa­sel, Abho­lung am nächs­ten Werk­tag, ab 12:30 Uhr.

Das Online-Angebot für die Beauf­tra­gung einer erneu­ten Zustel­lung macht Kopfschütteln:

Zusätz­lich zur Sen­dungs­num­mer soll ich meine kom­plette Adresse inklu­sive E-Mail-Adresse eingeben.

Wozu soll das gut sein, bitte?!?

Die Adress­da­ten zur Sen­dungs­num­mer hat DHL im Sys­tem… ein sim­pler Zustel­lauf­trag mit Sen­dungs­num­mer und Wunschlie­fer­da­tum würde abso­lut genügen.

Das Her­un­ter­be­ten mei­ner Adress­da­ten macht das Pro­ze­dere nur umständ­li­cher, nicht siche­rer. Die Daten kennt, wer den Zet­tel hat…

Ach ja: Adress­händ­ler…

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Brettchenweben

Eigenes Werk (sic!) (CC-BY 4.0)

Eige­nes Werk (sic!) (CC-BY 4.0)

Weben hat eine medi­ta­tive Wir­kung auf mich. Ich mag das Sur­ren und Kla­cken des Web­stuhls und wie sich mit jedem Kla­cke­dib­amm das Gewe­be­mus­ter wei­ter herausbildet.

Weil ein ordent­li­cher Web­stuhl aber soviel Geld wie Platz braucht, bleibt der eigene wohl ein Traum. Was hin­ge­gen bezahl­bar und der Web­stuhlein­kehr sehr nahe­kommt, ist das Brett­chen­we­ben.

Ein paar qua­dra­ti­sche Brett­chen aus Pappe oder Holz, je Brett­chen vier Kett­fä­den (für jedes Loch einen), einen Schuss­fa­den… und her­aus kom­men schlichte bis auf­wän­dige Borten.

Der Brett­chen­web­kurs bei Gaby war ein Geburts­tags­ge­schenk, ordent­li­che Brett­chen aus Sperr­holz habe ich mir von For­mu­lor lasern lassen.

Macht Spaß. Pro­biert es aus.

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Verschnitt ist immer

Auf 17 ver­ur­teilte Kinderporno-Konsumenten kom­men nach Anga­ben eines Rechts­an­wal­tes der­zeit etwa drei frei­ge­spro­chene Ver­däch­tige. Gleich­wohl sind diese drei Unschul­di­gen gesell­schaft­lich geäch­tet, ihr Leben liegt in Trümmern.

Den miss­brauch­ten Kin­dern hat es bis hier­her ohne­hin nicht geholfen.

Wie­viele fal­sche Alarme und deren Fol­gen ist unsere Gesell­schaft zu ertra­gen bereit? 20%? 50%? Und wer bestimmt die Quote?

Ange­sichts der Mani­pu­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten digi­ta­ler “Beweise” und der von Stamm­tisch und Bou­le­vard ange­heiz­ten Hys­te­rie lau­fen wir mehr und mehr Gefahr, ein Duck­mäu­ser– und Denunzianten-Staat zu werden…

Zumin­dest ein Staats­recht­ler sieht übri­gens in der aktu­el­len Quote von 15% noch keine Probleme.

“Eine Hexe, eine Hexe! Ver­brennt sie!!!”

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Das Web ein kleines Stückchen sicherer machen

Wikimedia: User:josef325 (CC-BY 2.0)

Wiki­me­dia: User:josef325
(CC-BY 2.0)

Web-Browser und Internet-Server ver­schlüs­seln die Ver­bin­dung bei­spiels­weise beim siche­ren Ein­log­gen ins Online-E-Mail-Postfach über ein zuvor aus­ge­han­del­tes Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren. Einige die­ser mög­li­chen Ver­fah­ren sind bereits erfolg­reich geknackt oder schlicht nicht mehr Stand der Tech­nik, wer­keln aber fröh­lich wei­ter in vie­len Browser-Einstellungen.

Firefox-Benutzer deak­ti­vie­ren diese Ver­fah­ren auf fol­gen­dem Wege:

Mit “about:config” in der Adress­leiste öff­net sich die Firefox-Konfiguration. Der Such­aus­druck “/camellia_128|aes_128|rc4/i” (ohne Anfüh­rungs­zei­chen) fin­det die in Frage kom­men­den Verschlüsselungsverfahren.

Ein Dop­pel­klick auf jeden Ein­trag setzt des­sen Wert auf “false”, deak­ti­viert ihn also.

Zusätz­lich emp­fehle ich die Firefox-Addons HTTPS Ever­y­where und CipherFox. Ers­tes erzwingt eine ver­schlüs­selte Ver­bin­dung, wenn mög­lich. Letz­tes zeigt das ver­wen­dete Verschlüsselungsverfahren.

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Schweizland den Schweizern?

Wikimedia (gemeinfrei)

Wiki­me­dia (gemeinfrei)

Die Schwei­zer haben erneut einen unan­ge­neh­men Beschluss gefasst: Sie wol­len die Zahl der Ein­wan­de­rer aus dem (EU-)Ausland strikt beschränken.

Die Wahl­be­tei­li­gung lag nur bei 55,8%. 50,3% der abge­ge­be­nen Stim­men befür­wor­te­ten eine Begren­zung der Zuwan­de­rung. Inter­es­san­ter­weise waren die fran­ko­pho­nen Kan­tone geschlos­sen dagegen.

Es braucht auf­ge­klärte und poli­tisch inter­es­sierte Bür­ger, die Zuwan­de­rung als Berei­che­rung emp­fin­den, nicht als Bedro­hung, und die bereit sind, dafür auch zur Wahl­urne zu gehen.

Direkte Demo­kra­tie ist anstren­gend und bis­wei­len eben unbequem.

Ber­lin und Brüs­sel bekla­gen der­weil den Unter­gang des frei­zü­gi­gen Kapi­ta­lis­mus. Deutsch­land? “Aaaaahhr­muts­mi­gra­tion aus Bul­ga­rien und Rumä­nien”, anyone? Und Brüs­sel? Die Grenz­agen­tur Fron­tex arbei­tet erfolg­reich. Bigot­tes Pack!

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Feiertage für Muslime

Commons: User:Seeteufel (CC-BY-SA 3.0)

Com­mons: User:Seeteufel (CC-BY-SA 3.0)

Sol­len Mus­lime ihren eige­nen reli­giö­sen Fei­er­tag erhalten?

Die Frage, ob Chris­ten irgendwo anders in der Welt auch Fei­er­tage zuge­spro­chen bekom­men, ist bedeu­tungs­los. Wenn jeder arg­wöh­nisch dar­auf ach­tet, ob der andere das auch hat, kommt es letzt­lich für nie­man­den zu Fort­schritt und Entfaltung.

Als Agnos­ti­ker stehe ich reli­giö­sen Fei­er­ta­gen gene­rell skep­tisch gegen­über, gestehe aber jedem Gläu­bi­gen das Recht zu, seine Reli­gion zu befeiern.

Eine Anpas­sung unse­rer exklu­si­ven Fei­er­tags­re­ge­lun­gen wäre viel­leicht mal angebracht:

Sechs bun­des­weite (reli­giöse) Fei­er­tage* zur freien Ver­fü­gung, die sich jeder Arbeit­neh­mer sei­nem Dogma ent­spre­chend neh­men kann. Und am 25. Dezem­ber wären Fir­men und Behör­den sogar ohne schlech­tes Gewis­sen erreichbar.

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Schluss mit dem Kammerzwang!

Der Deut­sche Indus­trie– und Han­dels­kam­mer­tag DIHK ist Befür­wor­ter des unde­mo­kra­tisch und somit kor­rek­tiv­los bera­te­nen Frei­han­dels­ab­kom­mens (TTIP) zwi­schen der EU und den USA. Eigent­lich nur ein wei­te­rer Cla­queur im Dunst­kreis der neo­li­be­ra­len Wege­la­ge­rer, wenn nicht die schang­hai­ten “Mit­glie­der” durch ihre Zwangs­mit­glied­schaft bei der loka­len IHK die Lob­by­ar­beit die­ser zünf­ti­gen Besitz­stands­wah­rer mit­fi­nan­zie­ren würden.

Ich trete in Kürze dem Bun­des­ver­band für freie Kam­mern e.V. bei, der sich dafür ein­setzt, die IHK-Zwangsmitgliedschaft zu beenden.

Wenn ich schon dabei bin: In Deutsch­land darf man ohne Meis­ter­ti­tel nicht ein­mal selbst­ge­ba­ckene Kekse ver­kau­fen! Der Meis­ter­zwang gehört eben­falls abgeschafft!

Mein Tipp dazu: Der Berufs­ver­band unab­hän­gi­ger Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker.

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Paketankündigung

"Allegorie des Triumphes der Venus" (Detail), Angelo Bronzino

Wiki­me­dia: Natio­nal Gal­lery, Lon­don (PD)

Meine Bestel­lung bei einem Online­händ­ler habe ich über Pay­pal bezahlt (ja, ich weiß: Bah! Aber der Händ­ler nimmt kein Bit­coin, und wenn es schnell gehen muss, ist alles andere noch viel grö­ße­rer Murks).

Der Händ­ler über­gibt die Sen­dung an DHL, fata­ler­weise zusam­men mit mei­ner E-Mail-Adresse. Und DHL infor­miert mich ab jetzt direkt über den Sta­tus mei­ner Lieferung.

Falls es wer nicht weiß: Die Post betreibt einen ziel­grup­pen­ori­en­tier­ten Adress­han­del.

Sie hat damit jetzt also eine valide und waren­grup­pen­re­le­vante E-Mail-Adresse nebst Name und Postadresse.

Liebe Online­händ­ler: Das ist kein Ser­vice, das ist unglaub­li­cher Bock­mist! Und ganz sicher nicht im Sinne Eurer Datenschutzbestimmungen!

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Deodorant im Eigenbau

eigenes Werk (sic!) (CC-BY-SA-NC 3.0)

eige­nes Werk (sic!) (CC-BY-SA-NC 3.0)

Seit etwa drei Jah­ren schon mache ich mir mein Deo selbst, bis­her ohne Nase­rümp­fen mei­nes Umfel­des. Es scheint also seine Wir­kung zu tun. Wer es sel­ber ver­su­chen mag:

Für einen 100ml-Zerstäuber nehme ich

  • 40ml Apfel­es­sig
  • 5 Trop­fen japa­ni­sches Heilpflanzenöl
  • 5 Trop­fen Teebaumöl
  • 10 bis 15 Trop­fen natur­rei­nes, äthe­ri­sches Öl nach Gusto
  • haut­ver­träg­li­chen Emul­ga­tor (max. 5 Tropfen)
  • destil­lier­tes Wasser

Alles in den Zer­stäu­ber fül­len und kräf­tig schüt­teln. Fertig.

Ich bevor­zuge stille, dumpfe, erdige Düfte wie Ber­ga­motte, Zeder oder Amber. Im Reform­haus fin­den sich natür­lich auch andere Duf­töle in gro­ßer Auswahl.

Der Apfel­es­sig hin­dert übri­gens Bak­te­rien daran, den Ach­sel­schweiß geruchs­för­dernd zu zersetzen.

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