Denn sie wissen nicht, was sie tun

Musikpiraten e.V.: Kinder wollen singen

Musik­pi­ra­ten e.V. (CC-BY-NC)

Das Kin­der­lie­der­buch des Musik­pi­ra­ten e. V. ent­wi­ckelt sich hier in Aachen zu einem befremd­li­chen Poli­ti­kum: Die Ver­tei­lung der Bücher an Aache­ner Kitas wurde wei­land von der Ver­wal­tung mit der dürf­ti­gen Begrün­dung unter­bun­den, dass schul­fremde, zumal poli­ti­sche Schrif­ten auf Schul­hö­fen nichts zu suchen hätten.

Statt­des­sen ver­wies der Jugend­aus­schuss die Kitas auf eine Sammel-Webseite bekann­ter Kinderlieder-Autoren, die ihre Texte ver­meint­lich urhe­ber­rechts­frei zum Down­load anbie­ten. Die­ser Tage nun bestä­tigte die Stadt Aachen, dass für die Ver­viel­fäl­ti­gungs­rechte 2011/2012 im Haus­halt 2800 Euro für die GEMA ver­an­schlagt seien.

Abge­se­hen vom Aache­ner 40-Millionen-Euro-Haushaltsdefizit:

Diese 2800 Euro wären sinn­vol­ler in gemein­freie Musik­pro­jekte Aache­ner Schu­len und Kitas inves­tiert gewesen!

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John Cleese über Kreativität

Anfang der 1990er Jahre beschrieb John Cleese, was es mit der Krea­ti­vi­tät auf sich hat und wie man ihr Beine machen kann (oder eben auch nicht).

Wer sich bereits inten­si­ver mit dem Thema aus­ein­an­der­ge­setzt hat, wird nicht so wirk­lich über­ra­schend Neues erfah­ren. Immer­hin sind ja zwi­schen­zeit­lich auch gut zwan­zig Jahre verstrichen.

Was mich — neben sei­ner gran­dio­sen Red­ner­stimme — wirk­lich begeis­tert, ist der Auf­bau sei­nes Vortrags:

Kleine Ein­würfe in Form von “Wie­viele So-und-so braucht es, um eine Glüh­birne ein­zu­schrau­ben?” unter­bre­chen immer wie­der sei­nen spon­tan schei­nen­den Rede­fluss, so dass die Zuhö­rer gespannt dar­auf war­ten, was wohl als nächs­tes kommt.

Oberste Red­ner­liga!

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Zur Feier des Tages: Keine BILD in meinem Briefkasten!

Campact: Keine BILD in meinem Briefkasten

© Campact.de

Das Kampf­blatt des deut­schen Stammtisch-Michels wird 60. Als ob das nicht schon bedenk­lich genug wäre, möchte der Axel-Springer-Verlag jedem Haus­halt in Deutsch­land am 23. Juni 2012 eine kos­ten­lose Aus­gabe schen­ken; also auch Springer-Feindbildern wie ALG-II-Empfänger, in Deutsch­land lebende Grie­chen und von sei­ner Jour­naille als Schwer­ver­bre­cher vor­ver­ur­teilte Unschuldige.

Zwei Kam­pa­gnen enga­gie­ren sich, diese Aktion zu erschwe­ren: Im Vor­feld kann der geneigte Bür­ger dem Kon­zern unter­sa­gen, ihm ein Exem­plar zuzu­stel­len, auf dass die Logis­tik hin­ter der Zustel­lung maxi­mal inef­fi­zi­ent wird.

Ich bin unsi­cher, ob ich dem ehren­haf­ten Springer-Konzern meine Adress­da­ten anver­trauen möchte. Viel­leicht sende ich aber auch ein­fach das Exem­plar unfrei zurück…

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Arbeitskreis Digitales Aachen

Logo Piratenpartei

Pira­ten­par­tei Deutsch­land (CC-BY-SA 2.0)

Ein­fach nur aus Sym­pa­thie in eine Par­tei ein­zu­tre­ten, ist — weil eher sinn­frei — mein Ding nicht.

Ent­spre­chend habe ich zu mei­nem Ein­stand bei den Aache­ner Pira­ten die Grün­dung des Arbeits­krei­ses Digi­ta­les Aachen ange­regt. Der soll sich damit aus­ein­an­der­set­zen, wie wir moderne Tech­no­lo­gien kon­struk­tiv und gedeih­lich im regio­na­len All­tag anwen­den können.

Natür­lich ist es rich­tig und wich­tig, gegen ACTA, Netz­sper­ren und Vor­rats­da­ten­spei­che­rung zu demons­trie­ren; aller­dings auch genüg­sam, weil es immer ein­fa­cher ist, gegen etwas zu sein.

Statt­des­sen will ich mit dem Arbeits­kreis inter­es­sierte Bür­ger in krea­ti­ven, inter­es­san­ten und vor allen Din­gen kon­struk­ti­ven Pro­jek­ten zusammenbringen.

Ich bin gespannt auf die Ent­würfe die­ses Arbeits­krei­ses.

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Alles Käse!

Selbstgemachter Frischkäse

eige­nes Werk (sic!) (CC-BY-SA-NC 3.0)

Das ist er, der Grund­stock für mein Aache­ner Käseimperium!

Eine Freun­din, die bekannt ist für aus­ge­fal­lene Geschenk­ideen, hat mich zum Geburts­tag mit einem Anfäng­er­set “Käse selbst gemacht” über­rascht; wohl wis­send, dass ich eine starke Schwä­che habe für lecker geron­nene Milch.

An die­sem Wochen­ende war es end­lich soweit: Einen Liter Milch auf dem Deme­ter­markt gekauft, Sim­mer­topf ange­schmis­sen, Milch­säu­re­bak­te­rien und Lab nach Rezept ein­ge­mengt. Gewar­tet. Und schon einen Tag spä­ter habe ich meine ers­ten, selbst gemei­er­ten 240 Gramm Frisch­käse im Körbchen.

Der Auf­wand fürs Sel­ber­kä­sen klei­ner Men­gen lohnt aller­dings nicht wirk­lich. Sor­gen machen muss sich der Käse­fach­ver­käu­fer mei­nes Ver­trau­ens also nicht.

Vor­erst.

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Sneak Preview: Take Shelter — Ein Sturm zieht auf

Von hef­ti­gen Alb­träu­men geplagt, ver­liert der ver­stockte Cur­tis zuse­hends den Bezug zu Fami­lie, Freun­den und Rea­li­tät. Er ver­schenkt sei­nen gelieb­ten Hund, kappt Freund­schaf­ten und wer­kelt wie beses­sen an einem alten Sturm­schutz­bun­ker, womit er seine Fami­lie fast rui­niert. Das Ende scheint klar: Ein­wei­sung oder Katastrophe.

Eigent­lich ein inter­es­san­tes Thema: Innen­an­sich­ten einer begin­nen­den Geis­tes­krank­heit. Was jedoch wei­land bei Shi­ning ein­drucks­voll über 120 Minu­ten trug, zieht sich hier ent­setz­lich in die Länge: Lang­same Musik, lang­same Dia­loge, lang­same Kameraführung.

Regis­seur Nichols öffnet dem Zuschauer Cur­tis’ Innen­le­ben so inten­siv, dass zumin­dest ich den außer­ge­wöhn­li­chen Schluss nicht wirk­lich genie­ßen konnte. Teil zwei könnte tat­säch­lich span­nend werden…

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PROUT: Letzte Aachener Tuchfabrik schließt

Webstuhl 1939 Tuchfabrik Müller

Wiki­me­dia: User:Imus_Eus (CC-BY 3.0)

Die Geschichte der Aache­ner Tuch­ma­che­rei geht zurück bis ins 12. Jahr­hun­dert. Über meh­rere Höhen und Tie­fen ist die Aache­ner Tex­til­in­dus­trie letzt­end­lich in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit ver­schwun­den. In die­sem Jahr wird die letzte Aache­ner Tuch­fa­brik ihre Pro­duk­tion ein­stel­len. Kein Tuch mehr aus Aachen.

Es mag jetzt naiv sein, aus mei­nem Fai­ble für’s Weben her­aus, aber ich könnte mir gut vor­stel­len, im Sinne von PROUT eine Genos­sen­schaft zu gründen:

Aache­ner Tuche, gewebt von selbst­stän­di­gen Aache­ner Webern, mit Aache­ner Lei­nen (aus Aache­ner Flachs­an­bau), ver­kauft in Aache­ner Genos­sen­schafts­lä­den (und welt­weit); dazu Aus­bil­dun­gen, Prak­tika, Seminare…

Viel­leicht fin­den sich ja ein paar Unver­zagte, die mich unter­stüt­zen würden.

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Sneak Preview: Ziemlich beste Freunde

Eine wei­tere Perle des fran­zö­si­schen Films, basie­rend auf einer wah­ren Begebenheit:

Der arbeits­lose Driss wird vom Sozi­al­amt zur Bewer­bung als Kran­ken­pfle­ger des schwer­rei­chen, aber hals­ab­wärts gelähm­ten Phil­ippe genö­tigt: Fle­gel­haf­ter, schwar­zer Filou trifft auf dis­tin­gu­ier­ten, anges­nob­ten Schöngeist.

Für fast zwei Stun­den wir­belt Driss das Leben von Phil­ippe (sowie das sei­ner Fami­lie und Ange­stell­ten) gehö­rig durch­ein­an­der; mit flot­ten Sprü­chen, ent­waff­nen­der Ehr­lich­keit und einer saf­ti­gen Por­tion Schalk im Nacken.

Die unver­brauch­ten Gesich­ter, die offen­kun­dige Spiel­freude, die teils umwer­fende Situa­ti­ons­ko­mik und nicht zuletzt die lau­ni­gen Dia­loge sor­gen für einen kurz­wei­li­gen Kinoabend.

An die Sch’tis kommt Ziem­lich beste Freunde nicht ganz ran. Aber fast.

Kuck­be­fehl!

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Resümee und Ausblick

Gelbes Stiefmütterchen an Mauer

Wikimedia-User: 4028mdk09 (CC-BY-SA 3.0)

Das Jahr neigt sich, wie­der einmal.

An der Arti­kel­front ist es hier etwas ruhi­ger gewor­den in den letz­ten Wochen, geschul­det einer leicht ver­bes­ser­ten Auf­trags­lage, die ich hof­fent­lich so auch mit ins neue Jahr hin­über­ret­ten kann.

Für nächs­tes Jahr ste­hen bei mir einige alter­na­tive Pro­jekte an (neue Geschäfts­fel­der erschlie­ßen, zwei Roman­pro­jekte, ver­stärk­tes poli­ti­sches und gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment), für deren Ver­wirk­li­chung ich ver­mut­lich die Bauch­na­bel­bürste wei­ter­hin noch etwas stief­müt­ter­lich behan­deln muss. Min­des­tens ein Arti­kel pro Monat sollte aber drin sein.

Ach ja: Die neuen Arti­kel auf der Bauch­na­bel­bürste gibt’s viel­leicht ab dem­nächst auch als Epub-Datei zum Her­un­ter­la­den. Spiel­kram, aber ich will’s mal ausprobieren.

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Rezept: Überbackene Fusilli in Spinat-Tomatensauce

Küche mit Kachelofen, Kuchenmaistrey, Johannes Fischauer, Augsburg 1505

Wiki­me­dia: User:DieAlraune (gemeinfrei)

Heize den Back­ofen auf 200°C vor.

Nimm

  • 250 g Nudeln (Fusilli oder klein­ge­bro­chene Makkaroni)
  • 450 g Rahm­s­pi­nat (auf­ge­tau­ter Blockspinat),
  • 500 ml pas­sierte Tomaten,
  • 300 ml Gemü­se­brühe (ein Brühwürfel),
  • 200 g Schlag­sahne und
  • 200 g Feta (oder 2 Mozzarella-Kugeln).

Mische alles unter­ein­an­der und gieße es in eine fla­che Auf­lauf­form. Wenn Du den Moz­za­rella ver­wen­dest, schnib­belst Du den in Schei­ben und belegst die Nudel-Spinat-Tomaten-Sahne-Pampe damit. Feta ist aller­dings lecke­rer! Du brauchst auch nicht extra zu Wür­zen: Tomate ist ein Geschmacksverstärker.

Das Ganze gibst Du jetzt für 40 bis 50 Minu­ten in den vor­ge­heiz­ten Backofen.

Wenig Auf­wand, güns­tig, vege­ta­risch und lecker!

Guten Appe­tit!

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