Gut Ding will Weile haben

Wikimedia: User:GiW (CC-BY 2.0)

Wiki­me­dia: User:GiW (CC-BY 2.0)

Die Umstel­lung mei­nes Arbeits­rech­ners von Win­dows XP ist bei­nahe abge­schlos­sen. Von jetzt an wer­kelt Win­dows 7 unter der Haube, obwohl ich mir eigent­lich vor­ge­nom­men hatte, zukünf­tig auf Linux zu set­zen. Warum jetzt doch nicht?

Bestimmte Soft­ware, die ich ein­setze, läuft nicht unter Linux. Eine vir­tu­elle Windows-Maschine wäre zwar eine Lösung gewe­sen, aber…

Auf mei­nem Lap­top hatte ich Linux Mint, was mir gute Dienste leis­tete, bis mir ein Distributions-Upgrade das Sys­tem him­melte. DAS kann ich auf mei­nem Arbeits­rech­ner defi­ni­tiv nicht riskieren.

Win­dows 7 ist weder opti­mal noch sicher, aber sta­bil. Ich ver­su­che es dann nach des­sen Support-Ende noch­mal mit Man­jaro Linux.

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Ziemlich beste Springer

Wikimedia: Fir0002/Flagstaffotos (CC-BY-NC 3.0)

Wiki­me­dia: Fir0002/Flagstaffotos (CC-BY-NC 3.0)

Sollte sich ein mecha­nisch gepimp­ter Leis­tungs­sport­ler offi­zi­ell (also inklu­sive mög­li­cher Rekor­d­re­fe­renz) mit sei­nen natur­be­las­se­nen Kon­tra­hen­ten mes­sen dürfen?

Wel­che Mecha­nik dürfte wel­chen Behin­de­rungs­grad aus­glei­chen? Wel­ches Mate­rial in wel­cher Aus­for­mung könnte man erlau­ben? Würde die Zulas­sung eini­ger weni­ger behin­der­ter Sport­ler die rest­li­chen ambi­tio­nier­ten Paralym­pio­ni­ken ohne Zugang zur Unver­sehr­ten­liga zu Behin­der­ten zwei­ter Klasse machen?

Woran sollte sich eine Zulas­sung ori­en­tie­ren? An Gewich­ten, Zei­ten und Wei­ten der Rekord­in­ha­ber? Oder will­kür­lich dar­un­ter, so dass Rei­be­reien mit den dann “unter­le­ge­nen” Nicht-Behinderten vor­pro­gram­miert wären?

Die aktu­elle Ent­schei­dung des DLV halte ich ange­sichts vie­ler offe­ner Fra­gen für gerechtfertigt.

Gleich­wohl muss die Dis­kus­sion über Inklu­sion im Leis­tungs­sport för­der­lich weitergehen.

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Da wächst zusammen…

Wikimedia: User:Carschten (CC-BY-SA 3.0)

Wiki­me­dia: User:Carschten (CC-BY-SA 3.0)

Ein gelun­ge­ner Coup für den Nachrichten-Monopolisten in unse­rer Region: Der stell­ver­tre­tende Chef­re­dak­teur des Zei­tungs­ver­lags Aachen wird ab Novem­ber neuer Pres­se­spre­cher der Stadt Aachen… auf Wunsch des Ober­bür­ger­meis­ters und ohne Ausschreibung.

Der Zei­tungs­ver­lag arbei­tet in Sachen Aache­ner Poli­tik und Ver­wal­tung eh schon wenig dis­tan­ziert. Ent­schei­dun­gen aus nicht-öffentlichen Rats­sit­zun­gen liest man immer wie­der in den anschlie­ßen­den Zei­tungs­aus­ga­ben, meist ohne offi­zi­elle Pres­se­mel­dung der Stadt.

Wäh­rend jedoch Kri­tik an die­sem frag­wür­di­gen Wech­sel im Jubel­tau­mel von Stadt und Zei­tungs­ver­lag unter­geht, wei­den sich die Jour­na­lis­ten daran, dass die Aache­ner Pira­ten sich bei ver­gleich­bar “frei­zü­gi­gen” Beset­zungs­mo­da­li­tä­ten die Köpfe einschlagen.

Wir brau­chen mehr denn je einen kri­ti­schen Bürgerjournalismus.

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Welchen Wert hat Merkels Privatsphäre?

16 Tons

eige­nes Werk (CC-BY-NC-SA 3.0)

Nach sei­nem ori­en­tie­rungs­lo­sen Her­um­la­vie­ren lässt sich Gene­ral­bun­des­an­walt Range nun doch herab, gegen die NSA ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten. Es geht dabei jedoch kei­nes­wegs um die mas­sen­hafte Aus­spä­hung aller Bun­des­bür­ger, son­dern ein­zig um die Über­wa­chung von Mer­kels Mobiltelefon.

Damit ist wie­der ein­mal geklärt, dass unsere Pri­vat­sphäre nur einen Bruch­teil der unse­rer Gott­kanz­le­rin wert ist.

In Zah­len des freien Mark­tes™ aus­ge­drückt: Nach dem Facebook-WhatsApp-Deal beträgt der Wert per­sön­li­cher sozia­ler Ver­trau­lich­keit etwa 42 US-Dollar (31 Euro). Bei viel­leicht 50 Mil­lio­nen abge­hör­ten Bun­des­bür­gern ergäbe sich für Mer­kels Tele­fo­nate somit ein stol­zer Gegen­wert von ca. 1,55 Mil­li­ar­den Euro.

Immer schön, wenn man seine Prio­ri­tä­ten klar hat.

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Piratenfraktion in Aachen

Logo Piratenpartei

Pira­ten­par­tei Deutsch­land (CC-BY-SA 2.0)

Es ist voll­bracht: Die Pira­ten zie­hen mit drei Sit­zen als Frak­tion in den Aache­ner Stadt­rat ein!

Die Benach­tei­li­gun­gen, die der pira­tige Ein­zel­kämp­fer bis­her im täg­li­chen Poli­tik­be­trieb zu erdul­den hatte, sind Geschichte. Hoffentlich.

Klei­ner Wer­muts­trop­fen: Ins­ge­samt drei Sitze im neu besetz­ten Stadt­rat gehen an Rechts­ex­treme und Rechts­po­pu­lis­ten. Ich würde gerne sagen, dass eine starke, funk­tio­nie­rende Demo­kra­tie das abkön­nen muss. Es ist aber eher so, dass in einer sol­chen Demo­kra­tie diese Mit­sch­na­cker man­gels Wahl­stim­men eigent­lich keine Chance auf Man­date haben sollten.

Wer früh­zei­tig Poli­tik mit und für die Bür­ger macht, muss nicht nach­her gegen rechte Auf­wieg­ler auf die Straße gehen.

Her­aus­for­de­rung angenommen.

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“Mein Karl 2014″ geht zu Ende

500 Karlchen (CC-BY 3.0)

500 Karl­chen
(eig. Foto, CC-BY 3.0)

Nach nur zwei Wochen ist es wie­der vor­bei mit der Kunst auf dem Katschhof:

Der Künst­ler Ott­mar Hörl ließ anläss­lich des Karls­jah­res in Aachen knapp 500 kleine Karls aus rotem und gol­de­nem Kunst­stoff antre­ten, in Reih und Glied und doch jeder ein wenig aus der Reihe tanzend.

Die Instal­la­tion war ori­gi­nell und für das karls­ver­ses­sene Pro­vinz­nest Aachen erfri­schend kon­tro­vers. Ich bedaure, dass die Instal­la­tion unse­rer Gott­kanz­le­rin weicht, die am kom­men­den Mitt­woch dort­selbst ihren Wahlkampf-Sermon zum Bes­ten geben wird.

Und ich ärgere mich über die Stadt­ver­wal­tung, die sich stän­dig als Gön­ner auf­spielt, ohne einen Cent für die Aktion aus­ge­ge­ben zu haben.

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Nachtrag: Datensammelwutthefuck?!?

Open Clipart Library (PD)

Open Clip­art Library (PD)

DHL recht­fer­tigt sich gerade bei mir mit der Begrün­dung, die Adress­da­ten schüt­zen vor einem Zah­len­dre­her bei der Ein­gabe der Sen­dungs­num­mer. Das kann man schon so machen, aber dann ist es halt Kacke!

Kom­for­ta­bel und im Sinne eines ordent­li­chen Daten­schut­zes las­sen sich Zah­len­dre­her durch Prüf­sum­men ver­mei­den, was all­ge­mein bei ISBN– und EAN-Nummern rei­bungs­los funk­tio­niert. DHL ver­wen­det sel­ber intern ein aus­ge­klü­gel­tes Zif­fern– und Prüf­sum­men­sys­tem, um Lie­fe­run­gen feh­ler­frei vom Sen­der über die Ver­teil­zen­tren zum Emp­fän­ger zu lei­ten (die soge­nann­ten Leit­codes).

Warum das jetzt auf ein­mal beim Kun­den nicht mehr funt­kio­nie­ren soll, erschließt sich mir nicht.

Wie gesagt: Die Deut­sche Post ist ein Adress­händ­ler.

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Datensammelwutthefuck?!

"Allegorie des Triumphes der Venus" (Detail), Angelo Bronzino

Wiki­me­dia: Natio­nal Gal­lery, Lon­don (PD)

Mein Paket kam frü­her an als erwar­tet, nur war ich lei­der aus­häu­sig. Statt die Sen­dung beim Nach­barn abzu­ge­ben, lässt mich der Paket­büd­del per Benach­rich­ti­gungs­schein wis­sen: Lei­der bla­fa­sel, Abho­lung am nächs­ten Werk­tag, ab 12:30 Uhr.

Das Online-Angebot für die Beauf­tra­gung einer erneu­ten Zustel­lung macht Kopfschütteln:

Zusätz­lich zur Sen­dungs­num­mer soll ich meine kom­plette Adresse inklu­sive E-Mail-Adresse eingeben.

Wozu soll das gut sein, bitte?!?

Die Adress­da­ten zur Sen­dungs­num­mer hat DHL im Sys­tem… ein sim­pler Zustel­lauf­trag mit Sen­dungs­num­mer und Wunschlie­fer­da­tum würde abso­lut genügen.

Das Her­un­ter­be­ten mei­ner Adress­da­ten macht das Pro­ze­dere nur umständ­li­cher, nicht siche­rer. Die Daten kennt, wer den Zet­tel hat…

Ach ja: Adress­händ­ler…

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Brettchenweben

Eigenes Werk (sic!) (CC-BY 4.0)

Eige­nes Werk (sic!) (CC-BY 4.0)

Weben hat eine medi­ta­tive Wir­kung auf mich. Ich mag das Sur­ren und Kla­cken des Web­stuhls und wie sich mit jedem Kla­cke­dib­amm das Gewe­be­mus­ter wei­ter herausbildet.

Weil ein ordent­li­cher Web­stuhl aber soviel Geld wie Platz braucht, bleibt der eigene wohl ein Traum. Was hin­ge­gen bezahl­bar und der Web­stuhlein­kehr sehr nahe­kommt, ist das Brett­chen­we­ben.

Ein paar qua­dra­ti­sche Brett­chen aus Pappe oder Holz, je Brett­chen vier Kett­fä­den (für jedes Loch einen), einen Schuss­fa­den… und her­aus kom­men schlichte bis auf­wän­dige Borten.

Der Brett­chen­web­kurs bei Gaby war ein Geburts­tags­ge­schenk, ordent­li­che Brett­chen aus Sperr­holz habe ich mir von For­mu­lor lasern lassen.

Macht Spaß. Pro­biert es aus.

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Verschnitt ist immer

Auf 17 ver­ur­teilte Kinderporno-Konsumenten kom­men nach Anga­ben eines Rechts­an­wal­tes der­zeit etwa drei frei­ge­spro­chene Ver­däch­tige. Gleich­wohl sind diese drei Unschul­di­gen gesell­schaft­lich geäch­tet, ihr Leben liegt in Trümmern.

Den miss­brauch­ten Kin­dern hat es bis hier­her ohne­hin nicht geholfen.

Wie­viele fal­sche Alarme und deren Fol­gen ist unsere Gesell­schaft zu ertra­gen bereit? 20%? 50%? Und wer bestimmt die Quote?

Ange­sichts der Mani­pu­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten digi­ta­ler “Beweise” und der von Stamm­tisch und Bou­le­vard ange­heiz­ten Hys­te­rie lau­fen wir mehr und mehr Gefahr, ein Duck­mäu­ser– und Denunzianten-Staat zu werden…

Zumin­dest ein Staats­recht­ler sieht übri­gens in der aktu­el­len Quote von 15% noch keine Probleme.

“Eine Hexe, eine Hexe! Ver­brennt sie!!!”

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